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Mit dem Auto nach Italien

Die Art, wie wir heutzutage reisen, hat sich stark verändert. Dies wird vor allem deutlich, wenn man dies mit den ersten Reisen der Urlauber in der Nachkriegszeit vergleicht. Wohin reiste man? Beliebt war auf jeden Fall der Besuch bei der in Deutschland verstreuten Verwandtschaft, das war günstig und man war mit Leuten umgeben, die man mochte.

Mit Eintritt des deutschen Wirtschaftswunders wollte man aber seinen Horizont etwas erweitern und die deutschen Grenzen hinter sich lassen. Denn schließlich besaßen die meisten Menschen inzwischen ihr eigenes Auto, auch wenn es sich in der Regel um einen VW Käfer handelte. Und für gewöhnlich gingen die deutschen Urlauber den Weg, den schon Goethe gerne genommen hat: Gen Italien.

Da die Reiseziele eher selten in der Toskana, sondern Richtung Stiefelspitze lagen – natürlich am Meer – ist es klar, dass einige Kilometer im Auto abzuspulen waren. Wenn Sie sich heutzutage eine Autoreise nach Italien vorstellen, dann werden Sie vielleicht erst einmal erschauern. Mindestens 12 Stunden wird die Reise je nach Zielort mindestens in Anspruch nehmen. Dazu kommen dann Staus und evtl. quengelnde Kinder.

Trotzdem hat es Sie eigentlich besser erwischt, als die Urlauber vor 60 Jahren. Klar, früher waren die Straßen nicht so voll…wenn die Straßen überhaupt existierten. Und Sie sitzen im Stau wenigstens in einem vollklimatisierten Kombi oder Van, damals war es halt der Käfer mit Schiebedach und einem eher fragwürdigen, sprich kleinem Kofferraum. Die Zeiten ändern sich, allerdings bleibt dann doch die Frage, was besser ist, schwitzend aber entspannt ankommen oder gut gekühlt und genervt.